Mediation bei Planungs- und Bauvorhaben

Planungs- und Bauvorhaben sind wegen ihrer hohen Komplexität sehr konfliktanfällig. Ziehen die Beteiligten vor Gericht, führt dies oft zu langwierigen und nervenaufreibenden teuren Prozessen. Die Folge sind Baustopps, Kostensteigerungen, Schadensersatzansprüche, Kündigung von Geschäftsbeziehungen, Imageverluste etc.

Bei Anwendung eines Mediationsverfahrens kann dieser Ärger vermieden werden. Mediation ist ein Verfahren, bei dem die Beteiligten ihren Konflikt mit der Unterstützung eines neutralen Mediators selbst lösen. Gemeinsam entwickeln die Konfliktparteien zeitnah und zielorientiert Lösungen mit Blick auf den weiteren störungsfreien Planungs- und Bauablauf.

Bei der Ausführung von Bauvorhaben sind Konflikte, besonders im Zusammenhang mit Baumängeln, heute fast schon die Regel. Durch die außergerichtliche Streitbeilegung der Mediation kann in vielen Fällen während der Bauausführung unter Beteiligung eines sachkundigen neutralen Dritten eine Lösung gefunden werden, die im Interesse aller Parteien ist.

Empfehlenswert ist die Durchführung von Mediationsverfahren bereits bei Abschluss von Planungs- und Bauverträgen zu berücksichtigen. So können sich Vertragsparteien im Vorfeld auf einen Mediator einigen, so dass im Konfliktfall erst nach einer erfolglosen Mediation die gerichtliche Entscheidung gesucht wird.

Darüber hinaus kann es unterstützend wirken, sich vor Beginn von Bauprozessen auf eine projektbegleitende Mediation zu einigen. Hier ist der fachkundige Mediator in der Lage, aufkeimende Konflikte frühzeitig zu erkennen und vermittelnd tätig zu werden.

Bei Stadtentwicklungsprozessen, z.B. Planung von Wohn- und Industriegebieten, Einkaufszentren, Straßen etc., führen die unterschiedlichen Interessen von Bürgern, Investoren, Verbänden und Behörden häufig zu Konfliktsituationen. Die in einem Mediationsverfahren gemeinsam erarbeiteten einvernehmlichen Lösungen fördern die Umsetzung der Maßnahmen und somit die nachhaltige Stadtentwicklung.